Vogelmiere

Stellaria media (L.) Vill.

Die Vogelmiere ist ein wahres Wunderkraut – für Innen und für Außen, für’s Kulinarische aber auch für’s Kosmetische...

Die Vogelmiere, bei uns oft auch Hühnerdarm genannt, ist leider eher als „Unkraut“ denn als „Heilkraut“ bekannt. Sie beehrt uns mit ihrer Anwesenheit das ganze Jahr über – was nicht viele Kräuter von sich sagen können – und bildet bis zu 5 Generationen in einem Jahr aus. Sie ist also wirklich ergiebig und da sie nicht viele Ansprüche an ihren Standort stellt auch überall zu finden. Am interessantesten ist wohl die „erste Generation“ einer Pflanze, weil noch am frischesten und am wenigsten ausgewachsen, d.h. mit mehr Blättern als Stängel.

Kommen wir zu den Inhaltsstoffen: Vitamin-C, Saponine, Mineralsalze, Kieselsäure, Kalium. Damit sind auch ihre bekanntesten Anwendungsfelder wie z.B. Lungenerkrankungen und Erkältungen klar. Weniger bekannt ist vermutlich ihre Verwendung bei Hauterkrankungen wie z.B. Psoriasis (Schuppenflechte). Heilen kann natürlich auch die Vogelmiere diese Erkrankung nicht, aber zumindest die Beschwerden etwas lindern.

Rezepte

Die Vogelmiere ist auch für den Gaumen eine Freude. Sie schmeckt ein wenig nach Mais, ist recht mild und daher für Vieles geeignet. Ich geben sie gerne zu Salaten dazu, verarbeite sie mit anderen Kräutern zu Pestos oder in Aufstrichen. Aber auch ein Sirup hat nicht nur eine schöne grüne Farbe sondern auch einen erfrischenden Geschmack.

Vogelmieresalbe

100 ml Vogelmieremazerat (2/3 eines Glases mit frischer Vogelmiere füllen und mit 1/3 Öl nach Wahl, am besten vielleicht Arganöl oder Nachtkerzenöl auffüllen, 3 Wochen an einer warmen Stelle ausziehen lassen, jeden Tag schütteln, abseihen), 10 g Bienenwachs. Bienenwachs im Mazerat schmelzen lassen, auskühlen lassen und fertig.

 

Die Inhalte dieser Seite wurden sorgfältig recherchiert. Es kann trotzdem keine Gewährleistung für Fehlerlosigkeit gegeben werden. Die angeführten Hausmittel sind teilweise schon sehr alt, zum Teil nicht wissenschaftlich erwiesen, entsprechen also nicht unbedingt dem aktuellen Stand der Medizin.

Sie sind deshalb nicht als Ersatz für eine ärztliche Behandlung geeignet!

Wenden Sie sich im Falle einer Erkrankung also an einen Arzt, bevor Sie sich selbst behandeln. Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der hier vorgestellten Hausmittel kann nicht garantiert werden. Falls Sie Heilkräuter oder andere Mittel einsetzen möchten, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach Nebenwirkungen bzw. Wechselwirkungen und anderen möglichen Gefahren, die auftreten können.